Kommunikation
Wie halten wir Kontakt mit der Außenwelt ?
Seit 2003 haben wir eine neue Kommunikationsstrecke direkt über Satellit nach Chile. Über diese Leitung gehen Internet und Telefon direkt ins Ortsnetz nach Santiago de Chile. Zur Zeit ist dieser Link nur 256 kbit schnell. Dieser soll in der Zukunft auf 16 MBit ausgebaut werden um Satellitendaten direkt nach dem Empfang nach Deutschland weiter senden zu können.
Unser Tor zur Außenwelt
Systembeschreibung
Hier unsere Inmarsat Backup Anlage.
Das Inmarsat-System
Der Satellitendienst Inmarsat wird oft auf Schiffen, in Flugzeugen, bei Expeditionen und auch von internationalen Speditionen eingesetzt. Er basiert auf derzeit 9 geostationären Satelliten in 36000 km Höhe, die an vier Positionen ( Atlantik-Ost/West, Indischer Ozean, Pazifik) die gesamte Erdoberfläche außer Nord- und Südpol erreichen. Der benutzte Frequenzbereich um 1,5 GHz eignet sich besonders gut, da die Signale mit einer Wellenlänge von 20 cm Wolken und Regen ohne große Verluste durchdringen können.
In Deutschland erlaubt die Erdfunkstelle Raisting am Ammersee den Austausch von Nachrichten sowohl mit jeder Internet-Mail-Adresse als auch über die lokale Mailbox, die aus dem Festnetz mit einem geeignetem Programm wie ShamCom Software via Modem, ISDN und Datex-P erreichbar ist.
Für umfangreichere Datenmengen eignen sich das ältere analoge FM-Verfahren Inmarsat-A (max. 9600 Bit/s mit einem an die Telefonbuchse des Geräts angeschlossenen normalen Modem), der digitale Dienst Inmarsat-B (9600...64000 Bit/s) sowie der technisch auf GSM basierende, ebenfalls digitale Sprach-, Fax- und Datendienst Inmarsat-Phone (2400 Bit/s), eine auf Spot-Beams basierende Weiterentwicklung von Inmarsat-M und deshalb oft auch Mini-M genannt. Die Inmarsat-Phone-Geräte sind bereits kleiner als ein Notebook-PC; man kann mit ihnen nicht nur an fast jedem Fleck der Erde telefonieren, sondern auch ohne zusätzliches Modem Daten übertragen: Eine PC-Schnittstelle ist schon eingebaut. Bei der Übertragung größerer Datenmengen sollte man die erhebliche Signallaufzeit von etwa 0,25 s bei Inmarsat-A bis 0,6 s bei Inmarsat-M und -Phone mit einplanen; daraus ergeben sich Antwortzeiten von 0,5 bis 1,2 s. Ein Simulator kann bei der Auswahl und Optimierung von Transfer-Protokollen gute Dienste leisten.
Unsere Inmarsat Anlage
Auf der Station haben wir eine Inmarsat-A Telefonanlage. Dies ist ein Telefonsystem was eigentlich hautsächlich in der Schiff-Fahrt eingesetzt wird.
Hier ein Fotos bei der Wartung der Anlage. Die Parabolantenne ist Wettergeschützt in einem Radom installiert. Mit diesem Inmarsat System haben wir eine Telefonnr. und eine Faxnr. wo wir weltweit erreichbar sind. Die Nummer verate ich aber nicht, sonst klingelt dauern das Telefon.
Das ganze hat nur einen Haken. Die Minute kostet je nach Uhrzeit zwischen 6 und 8 Euro. Es ist jedem klar das man keine Dauergespräche führen kann. Wir tauschen deswegen lieber eMails aus. Das geht schneller. Die maximale eMailgröße ist allerdings auf 30 kb beschränkt.
UKW-Seefunkfeststation
Um mit Schiffen Kontakt aufzunehmen haben wir noch eine UKW-Seefunkfeststation und zwei Mobilgeräte. Unser Rufzeichen ist "GARS O'Higgins"
Ich bekomme laufend Anfragen von Amateurfunkern:
Sorry, aber wir haben keine Amateurfunkstation auf unserer Base.



