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Antenne

Antennen Technik

Das Kernstück des Projekts ist eine Parabolantenne mit neun Metern Durchmesser und Drehstand zum Nachführen der Antenne. Das Konzept des Pedestals (Antennenturm) basiert auf der Idee, eine herkömmliche Az-Lagerung (senkrechte Achse) mit einer zweiten schräg angeordneten Lagerung (Schrägachse) zu kombinieren. Neu bei dem hier zur Anwendung kommenden Konzept ist, dass die Tragstruktur des Pedestals lediglich aus zwei Kugelhälften besteht. Alle Geräte und Antriebe sind witterungsgeschützt im Inneren der Kugel installiert.

Der Antennenturm ist als Zylinderschale in einer Schweißkonstruktion aus Stahl gefertigt. Der Turm besteht aus vier miteinander verschraubten Teilen. Die Antenne steht auf einem 145 m² Stahlbeton Fundament. Maximale Windgeschwindigkeit beträgt ca. 300 km/h. Wir haben schon Satelliten bei 200 km/h mit 1/100 Grad Genauigkeit verfolgt ohne Datenverluste.

Die Reflektorkonstruktion besteht aus 16 Segmenten, wobei jedes Segment 3 Paneele enthält, die individuell justierbar sind. Die Paneele sind in Sandwich-Bauweise gefertigt und mit einer einlaminierten Heizfolie versehen.

Für bestimmte Wartungsarbeiten ist es nötig sich mit Gurten an einen der vier Subreflektorbeinen zu hängen. Ein Arbeitskollege fährt die Antenne dann langsam auf 90 Grad Elevation. (Sie Schüssel schaut dann senkrecht in den Himmel)

Hier stehe ich bei den Wartungsarbeiten angegurtet in der Antennenschüssel.
Ich genieße jedes Mal den Ausblick von hier oben.

Die Pinguine habe sich an den "komischen Eisberg", der sich auch noch bewegt gewöhnt.

Erdgeschoß

Der Antennenturm hat 2 Stockwerke. Im Erdgeschoß, im Eingangsbereich stehen drei große Schaltschränke die mit Elektronik zur Steuerung der Antennenmotoren.

1.Stock

1.Stock, hier sieht man schön im Vordergrund die Kabelspirale für die Stromversorgung der Motoren und die Hochfrequenz-und Steuerkabel. Weiterhin sieht man die Durchstiegsluke in den 2.Stock und die großen Antriebszahnräder für das Drehen der Antenne in der Azimut Achse. Das Foto ist vom Erdgeschoß senkrecht durch den ersten Durchstieg nach oben fotografiert.

2.Stock

Foto, senkrecht nach unten. Hier oben im 2.Stock (Wir sind jetzt in der Kugel), ist das eigentliche Herz der Antenne. Rechts sieht man einen der vier Antriebsmotoren für die Azimut Achse. Unter dem Motor ist das große Zahnrad vom Bild oben.

Kyrogenverstärker

Hier der Kyrogenverstärker für die Hochfrequenz (HF). Der Kyro ist ein spezial "Kühlschrank" für einen spezial HF-Verstärker. Dieser kühlt den HF-Verstärker auf -270° ab. Das ist nötig um das Rauschen des HF-Verstärker für bestimmte Messungen niedrig zu halten, z.B. VLBI Messungen. (VLBI= Very Long Baseline Interferometrie) Damit kann man die Kontinentaldrifft messen.

Das Antennensystem hat folgende Vorteile

Empfangsbereich

Auf diesem Bild wird der Empfangsbereich der Antenne dargestellt. Der äußere rote Kreis entspricht 0° Elevation, der innere rote Kreis entspricht 5° Elevation. Die Station
O'Higgins liegt in der Mitte.

Empfangsbereich

Technische Daten

(Ich kann's nicht lassen)
Drehbereiche
Azimut +-270°
Elevation -4° bis 90°

Maximale Drehgeschwindigkeit
Azimut 0,0017°
Elevation 0,0010°

Maximale Beschleunigung
Azimut 7°/s⊃2;
Elevation 5°/s⊃2;

Reflektortyp: Cassegrain

Hauptreflektor
Kontur: Rotationsparaboloid
Durchmesser: 9 Meter

Subreflektor
Kontur: Rotationsparaboloid
Durchmesser: 1,38 Meter
Genauigkeit: 0,1 mm

Tiltwinkel: 9°

Maximale
Windbelastung: 300 km/h