Süd-Shetlandinseln ( Insel King Georg )
Nach überfliegen der Drakestrasse bis zu den Süd-Shetlandinseln ( Insel King George), wo sich die letzte befestigte Schotterlandebahn befindet ist man wieder froh sich die Füße vertreten zu können. Nach einer Flugzeit von ca. 2:40h erreicht man den Vorposten zur Antarktis.
Die Südlichen Shetlandinseln gehören zu den subantarktischen Inseln und werden von Großbritannien, Argentinien und Chile beansprucht, fallen jedoch unter den Antarktisvertrag, der keine staatliche Souveränität zulässt.
Sie bestehen aus einer Gruppe von elf größeren und mehreren kleinen Inseln, die sich über 500 Kilometer in nordöstlich-südwestlicher Richtung erstrecken. Die Inseln sind vom antarktischen Kontinent durch die 150 Kilometer breite Bransfieldstraße getrennt. Die Inseln sind kontinentalen Ursprungs, auf denen sich einige aktive und erloschene Vulkane befinden, 80% der Landmasse sind vergletschert.
Heute befinden sich dort einige wissenschaftliche Stationen. Die Inseln sind wegen ihres relativ milden Klimas und ihrer Nähe zum südamerikanischen Festland als Stützpunkt und Forschungsbasis beliebt. Außerdem erheben einige Staaten territoriale Ansprüche in der Antarktis und bevorzugen eine Basis in der Nähe, daher auch die große Zahl von Stationen südamerikanischer Staaten auf den Südlichen Shetlandinseln. Die Inselgruppe wird in den Sommermonaten jedes Jahr von einigen Touristenschiffen besucht, mehrere Gebiete stehen aber auf Basis des Antarktisvertrages unter strengem Naturschutz und sind deshalb für Menschen unzugänglich.
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Die einzelnen Inseln in nordsüdlicher Richtung:
Cornwallis Island, Elephant Island, Clarence Island, Rowett Island, Gibbs Island, King George Island, Bridgeman Island, Penguin Island, Nelson Island, Robert Island, Greenwich Island, Halfmoon Island, Livingston Island, Rugged Island, Snow Island, Smith Island, Deception Island, Low Island
Hercules Landung
Landeanflug auf King Georg
Bruchlandung auf King Georg
Hier hat das Bugrad bei der Landung geklemmt
In King Georg und allgemein in der Antarktis haben schon viele Piloten ihr leben gelassen. Ein Fehler ist hier unverzeihlich. Bis Hilfe kommt ist es meist zu spät. Hier hat es eine Maschine bei der Landung vom Typ Casa erwischt welche von der Landebahn abgekommen ist. Das Bugrad hatte geklemmt. Ein Kollege von mir wollte mit diesem Flugzeug zurück nach Punta Arenas fliegen. Die chilenische Luftwaffe startete sofort eine Rettungsaktion. Einige Stunden später war schon in Richtung Antarktis eine Hercules in der Luft um die Verletzten auszufliegen. Zum Glück haben alle den Unfall, wenn auch schwer verletzt, überlebt.
Hercules baim ausladen aus King Georg
Bei meinen, bis jetzt 19 Flügen, mit der Hercules hatte ich immer Glück. Ich fühle mich allerdings sehr sicher in dieser Maschine. Ist ja schließlich eine Militärflugzeug wo schon mal ein paar Triebwerke ausfallen können ohne das man gleich runter kommt.
Abflug der Hercules C-130
Ist ein blödes Gefühl wenn die Hercules abfliegt. Irgendwie so endgültig. Da wird mir immer bewußt das es jetzt kein zurück mehr gibt. Also, weiter geht's
Ab King Georg fliegen wir mit einer zweimotorigen Twin Otter, die mit Schneekufen ausgerüstet, ist weiter auf den antarktischen Kontinent.
Startvorbereitung der Twin Otter
Ab jetzt wird es richtig aufregend. Blidflug ist hier nicht möglich. Ganz wichtig ist jetzt eine stabile Wetterlage für mindestend 3 Stunden. Sonst kann nicht geflogen werden. Da die Wetterlage hin dieser Gegend total labil ist, ist immer ein bisschen Pokern dabei.
Abflug von der Insel King George mit der Twin Otter über die Bransfield Street in Richtung Antarktis.
Eine kleine animation über den start einer Twin Otter findet Ihr [--> hier klicken]
Twin Otter beim Start
Twin Otter
Die DHC-6 Twin Otter ist ein 20-sitziges STOL-Flugzeug, das von de Havilland Canada hergestellt wurde. Die Maschine ist als Hochdecker ausgelegt und verfügt über ein nicht einziehbares Bugradfahrwerk. Die Verstellpropeller ermöglichen eine Schubumkehr und auch eigenständiges Manövrieren am Boden. Das Flugzeug ist für extrem kurze Start- und Landebahnen optimiert und benötigt gerade einmal eine Pistenlänge von 366 m. [Mehr Infos]





