Wetter
Der antarktische Kontinent ist in aller Hinsicht ein klimatischer Extremfall. Von allen Erdteilen ist er der kälteste: Die inländische Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei –55 Grad Celsius. Die Monatsmitteltemperaturen variieren aufgrund der Tageslänge in der Polarnacht im antarktischen Winter scheint die Sonne gar nicht, im antarktischen Sommer hingegen 24 Stunden am Tag – auf dem Polarplateau zwischen –40 und –68 Grad Celsius, an der Küste zwischen ca. –18 Grad Celsius im Juni und einigen Grad über Null im wärmsten Monat Januar.
Die tiefste jemals auf der Erde in der freien Natur gemessene Temperatur betrug –89,2 Grad Celsius und wurde am 21. Juli 1983 von der sowjetischen Wostok-Station auf dem Polarplateau, das häufig auch als Zentralplateau bezeichnet wird, aufgezeichnet. Aufgrund dieser Temperaturverhältnisse gibt es nur wenige antarktische Seen und einen einzigen, wenn auch nur temporären Fluss, den Onyx River.
der niederschlagärmste: In der Regel handelt es sich bei den antarktischen Niederschlägen um Schnee. Im Jahresdurchschnitt sind das etwas über 40 l/m2 im Inneren des Erdteils. Nach rein niederschlagsorientierten Definitionen sind also diese Gebiete eine Wüste (und zwar die größte der Welt). Zur Küste hin nimmt der Schneefall jedoch deutlich zu.
der windigste: Die Pol-Lage und die vom Polarplateau zur Küste hin wehenden konstanten Fallwinde wirken bestimmend nicht nur auf den Kontinent selbst, sondern auch auf das angrenzende Polarmeer. Im Juli 1972 wurde bei der Dumont-d’Urville-Station eine Windgeschwindigkeit von 327 km/h (91 m/s) gemessen.
Infos zu Klimabelastung Ozon
Wetterdaten O'Higgins
Wetterdaten Südpolstation
Wetter Links
Wetterdaten von anderen Antarktis-Stationen
IR-Bild der Antarktis (aktualisiert alle 3 Stunden)
Stürme
Das antarktische Wetter hat es in sich, besonders die Stürme. Windgeschwindigkeit von 200 km/h sind keine Seltenheit. Es kann Windstille und strahlender Sonnenschein sein und innerhalb von 15 min. schlägt das Wetter um und wir haben einen katabatischen Sturm (Fallwind) mit 150 bis 200 km/h. Diese Fallwinde sind extrem gefährlich da sie schnell und äußerst heftig auftreten. Sie entstehen durch die unterschiedliche Temperatur der kalten Land-Eismassen des antarktischen Kontinents und dem relativ im Verhältnis gesehenen Meer (ca. minus 2 Grad Wassertemperatur).
Es ist auf Antarktis-Stationen üblich beim verlassen des Gebäudes sich beim Kollegen abzumelden bzw. auf einer speziellen Wandtafel sich mit Uhrzeit und Ziel abzumelden. Es ist schon oft vorgekommen das Mitarbeiter bei schlechtem Wetter nur mal kurz vor die Türe sind und wurden nie wieder gefunden. (Aber nicht bei uns)
Hier ein paar Fotos bei 19,4m/s Wind. Das ist noch harmlos und man kann noch vor die Türe gehen ohne ganz davongeblasen zu werden.
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Der Wellengang ist leider auf Fotos nicht gut zu sehen. Selbst die Pinguine gehen in Deckung.
Hier eine Tabelle mit der Windgeschwindigkeit und Richtung. Das Windrad hat hier noch funktioniert. Später hat es sich dann verabschiedet. Der Verschleiß an Windrädern ist enorm bei uns.
Wetterdiagramm eines "Stürmchens"
Knappe 240 km/h sind kein pappenstiel
Hier ein Bild von unserem Wetterdisplay










