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Deutsche Stationen

Hier eine Auflistung der mir bekannten deutschen Stationen

Georg von Neumayer

Name der
Station  
Ort  Datum der
Einrichtung  
Besatzung
Sommer  
Besatzung
Winter 
Forschungsgebiete 
Georg von Neumayer
Ganzjahresstation  
70°37°S
08°22°W 
24.2.1981  20  Geophysik, Geodäsie, Glaziologie,
Metrologie, Physik der Atmosphäre,
Chemie der Luft und Atmosphäre 

Seit 1981 liegt die Station im nordöstlichen Weddellmeer auf etwa 200 Meter dickem Schelfeis. Sie ist benannt nach dem Geophysiker Georg von Neumayer, der am Ende des 19. Jahrhunderts Vorsitzender der Internationalen Polarkommission war. Was einst auf der Forster-Station begonnen wurde, ist nun zentrale Aufgabe der deutschen Station: Messungen der Atmosphäre, insbesondere der Ozonwerte. Diese Forschungsstation ist ganzjährig besetzt: Bis zu zehn Personen überwintern in der Antarktis - neun Monate lang nur über Funk mit der Außenwelt verbunden. Unvorstellbar? Einen guten Einblick liefern die Wochenbriefe von der Neumayer-Station des Jahres 1998: www.awi-bremerhaven.de

Georg-Forster-Station

Name der
Station  
Ort  Datum der
Einrichtung  
Besatzung
Sommer  
Besatzung
Winter 
Forschungsgebiete 
Georg-Forster-Station     04.1974       

Die deutsche Forschungsstation befand sich seit 1982 auf dem Schelfeis der Antarktis. Die Filchner-Station ist benannt nach der deutschen Expedition unter dem bayrischen Leutenant W. Filchner von 1911 bis 1912. Die Station wurde von der Antarktis selbst geradezu verstoßen: Im Oktober 1998 brach genau der Eisberg vom Ronne-Schelfeis, auf dem sich die Forschungsstation befand. Zum Glück war die Sommerstation zu diesem Zeitpunkt unbemannt. Doch selbst drei Monate später konnte die Ausrüstung noch von der stabil dahin treibenden, bis zu 400 Meter dicken Eisinsel geborgen werden.

Am April 1976 wurde die erste deutsche Forschungsbasis von der früheren DDR eröffnet - nahe der russischen Station Nowolasarewskaja. Benannt war die Station nach dem Naturforscher Georg Forster, der Ende des 18. Jahrhunderts an der Seite von James Cook die Welt umsegelte und als erster Deutscher die Antarktis betrat. In der ganzjährig besetzten Station ging es zunächst um die Erforschung der polaren Hochatmosphäre. Seit 1985 war der Schwerpunkt die Überwachung des Ozonlochs durch Ballon getragene Ozonmessungen. 1993 wurde der Betrieb der Station eingestellt, ihre Forschungsarbeit setzt seither die Georg-von-Neumayer-Station fort.

Filcher

Name der
Station  
Ort  Datum der
Einrichtung  
Besatzung
Sommer  
Besatzung
Winter 
Forschungsgebiete 
Filcher
Sommerstation  
77°09°S
50°38°W 
2.1.1988  26  Geophysik, Glaziologie,
Metrologie 

Dallmann-Labor

Name der
Station  
Ort  Datum der
Einrichtung  
Besatzung
Sommer  
Besatzung
Winter 
Forschungsgebiete 
Dallmann-Labor
King George Island 
62°14'0"S
58°40'0"W 
1994  12  Algen- und
Tiergemeinschaften 

Seit 1994 gibt es die erste internationale Station: Nahe der Antarktischen Halbinsel, auf dem King George Island steht die Sommerstation. Hier forschen Deutschland, Argentinien und die Niederlande gemeinsam. Schwerpunkt ist die Untersuchung der küstennahen, eisfreien Gewässer und deren Lebensgemeinschaften.
Das Dallmann-Labor hat zwölf Wohn- und Arbeitsplätze und ist mit vier Laboren, Werkstatt und Lager, einem Aquariencontainer, Tauchereinrichtungen und einigen Iglu-Hütten ausgestattet. Während die Jubany-Station ganzjährig besetzt ist, ist das Dallmann-Labor nur im Südsommer geöffnet, d.h. von Oktober bis März.

Drecher

Name der
Station  
Ort  Datum der
Einrichtung  
Besatzung
Sommer  
Besatzung
Winter 
Forschungsgebiete 
Drecher
Sommerstation 
72° 50' S
19° 02' W 
18.10.1986  15  Geophysik, Glaziologie,
Metrologie  

Die Forschungsstation wurde nach dem Biologen Dr. Eberhard Drescher (26. 11. 1944 - 26. 6. 1983) benannt. Als einer der ersten Mitarbeiter des Alfred-Wegener-Instituts und als Leiter der Arbeitsgruppe "Marine Warmblüter" widmete er sich vor allem der Ökologie und dem Schutz antarktischer Robben.
Die Station wird hauptsächlich von den Zoologen genutzt, weil für sie die Arbeitsbedingungen an den nahe gelegenen Kolonien der Weddellrobben und Kaiserpinguine besonders günstig sind. Die Wissenschaftler konzentrieren ihre Untersuchungen auf das Tauchverhalten und die Ernährung beider Tierarten. Seit 1986 wurden sechs Forschungskampagnen im Drescher-Inlet durchgeführt, zuletzt in der Saison 2003/04. In den letzten Jahren hat sich die biologische Forschung im Bereich des Inlets zu einem lohnenden Arbeitsschwerpunkt entwickelt, weil hier die Projekte verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen durch Kombination von Feldstation und Schiffseinsatz synchronisiert werden können. Dies ist ein weltweit einmaliger Ansatz, der auf einer engen Zusammenarbeit von Wissenschaftlern der Sektion "Vergleichende Ökosystemforschung" und der Projektgruppe "Ozeanische Akustik" basiert.

Lily Marleen

Name der
Station  
Ort  Datum der
Einrichtung  
Besatzung
Sommer  
Besatzung
Winter 
Forschungsgebiete 
Lily Marleen
Schutzhütte 
71°12°S
164°31°O 
14.1.1980  gemeinsame Programme mit
USA,Neuseeland, Geologie,
Geophysik 

Kohnen Station

Name der
Station  
Ort  Datum der
Einrichtung  
Besatzung
Sommer  
Besatzung
Winter 
Forschungsgebiete 
Kohnen Station
Dronning Maud Land 
75°00'06"S
00°04'04"E 
11.01.2001  28  Glaziologie, Metrologie  

Von der Neumayerstation 500 Kilometer landeinwärts wurde im Januar 2001 die Kohnen-Station eingeweiht. Sie liegt 2.900 Meter über dem Meeresspiegel im Kottasgebirge und ist die ideale Bohrstelle für das ehrgeizige European Project for Ice Coring in Antarctica (EPICA), bei dem im antarktischen Sommer 2004/2005 bis 3270 Meter tief ins Inlandeis gebohrt wurde. Die heraus gebohrten Eisproben, so genannte Eiskerne, sollen über die Klimageschichte unseres Planeten Aufschluss geben. Denn die polaren Eiskappen sind ein einzigartiges Klimaarchiv: Zwischen den 890.000 Jahre alten Eiskristallen ist sogar Luft aus früheren Zeiten konserviert.

Gondwana

Name der
Station  
Ort  Datum der
Einrichtung  
Besatzung
Sommer  
Besatzung
Winter 
Forschungsgebiete 
Gondwana
Schutzhütte 
74°38°S   22.1.1983  wie Lily Marleen  

GARS O'Higgins

Name der
Station  
Ort  Datum der
Einrichtung  
Besatzung
Sommer  
Besatzung
Winter 
Forschungsgebiete 
GARS
(German Antarctic
Receiving Station)
O'Higgins
Kampagneweise
besetzt
(Meist Jan. bis April
Sep. bis Nov.) 
63°19,3S
57°54,0W 
10.1.1991  3 bis 10  0 bis 6  Empfang von Satellitendaten
zur Erdbeobachtung,
Kontinetaldriftvermessungen,
Geodäsie 

Als einzig feste Bodenstation wird am äußersten Ende der Antarktischen Halbinsel genutzt. Sie dient seit 1991 als Empfangsstation für Forschungsdaten, die von der Antarktis nach Deutschland geschickt werden. Koordiniert wird die Station vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR.

Liste von allen Stationen in der Antarktis [ externer Link ]
Quelle: Council Of Managers Of National Antarctic Programs

Folgende 29 Länder haben Stationen in der Antarktis:
Argentinien, Australien, Belgien, Brasilen, Bulgarien, Kanada, Chile, China, Ecuador, Finnland, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, Süd Korea, Niederlanden, Neuseeland, Norwegen, Peru, Polen, Russland, Süd Afrika, Spanien, Schweden, Ukraine, England, USA, Uruguay