Chile
Die Geschichte von Chile in Kürze
Inkas und Spanier als Eroberer
Nach den Inkas kamen die Spanier unter den Generälen Pizarros Diego de Almagro und Pedro de Valdivia als Eroberer; 1541 wurde Santiago gegründet. Der Indianerstamm der Araukaner wurde in langen Kämpfen über den Biobio zurückgedrängt, der lange Zeit die Grenze zwischen den beiden Völkern bildete. 1792 gelang einem in spanischen Diensten stehenden irischen General namens O'Higgins die weitgehende Unterwerfung der Indianer, wiewohl auch danach noch bis in das späte 19. Jahrhundert immer wieder Indianeraufstände aufflackerten.
Unabhängigkeitsbewegung und politische Stabilisierung
Chile gehörte in der spanische Kolonialzeit zum Vizekönigreich Peru. 1797 erreichte es den Status einer von Peru unabhängigen Kapitanie mit einem spanischen Gouverneur an der Spitze. 1811-1814 kam es unter Führung der Generäle Carrera und O'Higgins zu einem Aufstand gegen Spanien, der zunächst niedergeschlagen wurde, sich aber 1816-1818 fortsetzte. Schließlich wurde in dessen Verlauf 1818 die Unabhängigkeit des Landes von Spanien ausgerufen (aber erst 1844 von Spanien anerkannt). Es folgte eine politisch unruhige Zeit, wobei 1846 mit der Wiederwahl von General Bulnes als Präsident eine Stabilisierung eintrat. Sein Nachfolger wurde 1851 Manuel Montt, der die Verwaltung, Justiz und Finanzen ordnete und auch die Immigration förderte. In letzterer Sache wandte sich der damalige Außenminister Chiles, Vicente Pedro Rosales, an einen Freund im chilenischen Konsulat in Hamburg. Dieser schlug vor, auswanderungswillige Deutsche, insbesondere in Baden und Württemberg, zu werben, da die Landschaft Südchiles der dieser Gebiete sehr ähnelt.
